
ADFC Kaiserslautern fordert Verbesserungen für den Radverkehr an der Pariser Str
Der ADFC-Kreisverband Kaiserslautern hat die Stadtverwaltung aufgefordert, die laufenden Sanierungsarbeiten an der Pariser Straße im Bereich der B270-Anschlussstelle Vogelweh zu nutzen, um die Radverkehrsführung nachhaltig zu verbessern.
Anlass sind Markierungsarbeiten im Zuge einer Deckensanierung. Nach Ansicht des ADFC wird dabei jedoch lediglich die Fahrbahndecke erneuert, während bestehende Mängel der Radverkehrsinfrastruktur bestehen bleiben. Besonders kritisch sieht der Verband die mehrfache Führung des Radverkehrs zwischen Fahrbahn und freigegebenem Gehweg. Radfahrende müssen dabei wiederholt Bordsteinkanten überwinden, was den Verkehrsfluss beeinträchtigt und insbesondere für Kinder, ältere Menschen sowie Lastenräder und Fahrräder mit Anhänger unnötige Hindernisse schafft.
Der ADFC hat der Stadtverwaltung hierzu eine detaillierte Vorschlagsliste mit konkreten Verbesserungsmaßnahmen übermittelt. Ergänzend wurden Empfehlungen für moderne Bordsteinabsenkungen beigefügt, die den Radverkehr komfortabler und sicherer machen sollen.
„Wenn eine Straße saniert wird, sollte die Gelegenheit genutzt werden, auch die Radverkehrsanlagen an heutige Anforderungen anzupassen. Solche Chancen kommen oft erst nach vielen Jahren wieder“, betont der ADFC-Kreisverband.
Der Verband begrüßt ausdrücklich, dass in Kaiserslautern bei Neubau- und größeren Sanierungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren zahlreiche Verbesserungen für den Radverkehr umgesetzt wurden. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass auch bestehende Radverkehrsanlagen regelmäßig überprüft und bei anstehenden Baumaßnahmen modernisiert werden sollten.
Als Beispiel nennt der ADFC den Geh- und Radweg entlang der Pariser Straße stadteinwärts, der sich stellenweise in einem schlechten Zustand befindet. Nach Auffassung des Verbandes hätte dessen Sanierung sinnvollerweise in die aktuelle Baumaßnahme einbezogen werden können. Positiv hebt der ADFC vergleichbare Maßnahmen an der Mainzer Straße stadtauswärts sowie an der Bremer Straße hervor, wo neben der Fahrbahn auch die angrenzenden Geh- und Radwege erneuert wurden.
Der ADFC bittet die Stadtverwaltung um einen gemeinsamen Ortstermin, um die vorgeschlagenen Verbesserungen zu erläutern und Möglichkeiten einer Umsetzung zu besprechen. Darüber hinaus regt der Verband an, künftig bei jeder Fahrbahnsanierung auch den Zustand der angrenzenden Geh- und Radwege systematisch zu prüfen und notwendige Erneuerungen möglichst im gleichen Zuge vorzunehmen.
Der ADFC sieht darin eine wirtschaftliche und nachhaltige Möglichkeit, die Qualität der Radverkehrsinfrastruktur in Kaiserslautern kontinuierlich zu verbessern und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen.