Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Kaiserslautern e. V.

Radfahren in der Gruppe - für normal Radelnde und gemäßigte Pedelec Fahrende

Informiere dich vor deiner ersten Tour hier über das Radfahren in der Gruppe.

Grundsätzliches 

Auch für Radelnde aller Art gelten grundsätzlich die Straßenverkehrsordnung (StVO) im vollen Umfang. Sonderregelungen siehe unten. Bei allen Radtouren fährt jeder auf eigenes Risiko und Gefahr mit. Jede Person sollte mit einem verkehrssicheren Fahrrad / Pedelec erscheinen. Sollte das Rad zu viele Mängel aufweisen, kann die Person von der Beteiligung ausgeschlossen werden. 

Fahrradhelm: Es gibt keine Pflicht einen Helm zu tragen, aber zur eigenen Sicherheit wird es angeraten (man hat nur einen Kopf). Fahrradhandschuhe sind ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung. 

Zusatz: Bei MTB und CROSS Touren besteht Helmpflicht, Personen, die ständig den Anweisungen nicht Folge leisten, können von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden.

 

Gruppe oder geschlossener Verband 

1.a Eine Gruppe ist eine kleine Anzahl bis 15 Personen die hintereinander radeln müssen, auch wenn sie eine geordnete Einheit bilden. Diese müssen auch die Radwege benutzen. Bei längeren Fahrten über Kreis- oder Landstraßen sollte man nach 5 - 7 Radelnden eine größere Lücke (2 Autolängen) bilden, damit motorisierte Fahrzeuge überholen können. 

1.b Ein Geschlossener Verband ist eine Anzahl von mehr als 16 Radelnde, die laut §27 StVO ein geschlossener Verband bilden und nebeneinander in Zweierreihen fahren dürfen um die „Schlange“ nicht zu lang zu machen. Trotzdem sollte eine Radlänge Sicherheitsabstand gewahrt werden. Bei längeren Fahrten über Kreis- oder Landstraßen sollte man nach 5 - 7 Radelnden eine größere Lücke (2 Autolängen) bilden, damit motorisierte Fahrzeuge überholen können. 

 

Sicherheitsabstand 

Der richtige Sicherheitsabstand wäre 2-3 Radlängen, was aber nicht praktikabel ist. Deshalb ist in der Praxis eine Radlänge (Reaktionszeit und Bremsweg) erforderlich. Aber auch auf den Seitenabstand sollte man achten, wenn man nebeneinander fährt.

 

Ampeln, Kreuzungen, Querungen von Hauptstraßen 

Hier gilt es zügig und als Gruppe anfahren und auch die Kreuzung / Straße räumen. Erst in einem genügenden Abstand danach langsamer werden oder anhalten, wenn es Nachkommende gibt. 

Besonderheit: Wird bei grüner Signalanlage in die Kreuzung eingefahren müssen /sollten alle durchfahren, auch wenn das Signal auf Rot wechselt (siehe 1.b Geschlossener Verband)

 

Rechtsfahrgebot 

Gilt auch für eine Gruppe auf Radwegen und auch auf Wirtschafts- und Waldwegen, damit es nicht zu einer Gefährdung mit Entgegenfahrenden kommt. Besonders vor unübersichtlichen Kurven muss / sollte man rechts fahren. Eine Pedelec fahrende Person mit 25 km/h könnte entgegenkommen.

 

Halt auf einem Rad-, Wirtschaft- oder Waldweg 

Hier sollte man sich immer mit dem Anhalten auf die rechte Seite des Weges begeben. Ist der Radweg breit genug kann auch zusätzlich links gehalten werden. Es ist aber immer eine Gasse für Vorbeifahrende frei zu halten.

 

Tourenleiter-Team 

Besteht im Normalfall aus 2 Personen die Führungsperson und der Schlussperson. Bei ganz kleinen Gruppen kann die Führungsperson eine Schlussperson bestimmen, wenn keine ADFC-Person vorhanden ist, damit man weiß wer die Schlussperson ist. 

Keiner fährt vor der Führungsperson, denn nur sie kennt den geplanten Streckenverlauf. Außer am Hügel / Berg, wenn bis zum Gipfel oder zu einer Wegegabelung freie Fahrt gegeben wird. 

Keiner fährt hinter der Schlussperson, denn sonst können Teilnehmende den Anschluss verlieren.

 

Verlassen der Gruppe 

Möchte jemand aus eigenen Gründen die Gruppe verlassen ist es zu melden, damit das Tourenleiter-Team die neue Anzahl der Teilnehmer kennt.

 

Pausen und Trinken 

Es werden je nach Länge und Schwierigkeit (Steigungen) der Tour entsprechende Pausen an geeigneten Stellen eingelegt. Bei Tagestouren wird eine Einkehr eingeplant oder auch Rast mit Eigenverpflegung ist möglich.

 

Geschwindigkeit 

Es wird meistens eine normale Durchschnittsgeschwindigkeit von 14-16 km/h gefahren. Hierbei wird es bei Steigungen geringer und bei Gefällstrecken höher. Wem das Ganze trotzdem zu schnell ist, sollte sich sofort melden und den Ärger nicht mit nach Hause nehmen. Wir wollen, dass Sie wiederkommen und positive Erlebnisse beim Radfahren mit dem ADFC haben.

Somit allzeit Gute Fahrt, genügend Luft in den Reifen, unfallfreie Fahrten wünscht der ADFC Kreisverband Kaiserslautern e.V.

Aufgestellt: Bernd Köppe ADFC-Koordinator Kreisverband KL 

Email: bernd-koeppe@t-online.de 

Mobil: 0160 1 46 92 97


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